Collège vivant’e – Projektpräsentation

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Seit langem ist hier immer wieder die Rede des neuen « collège vivant‘e“.
Wir freuen uns, Ihnen dieses Projekt heute etwas ausführlicher vorstellen zu können:

Die école vivante besteht nun im sechsten Jahr. Aktuell besuchen fünfundvierzig Kinder die Grundschule. Zwei dieser Kinder sind hörbehindert und werden in den Schulalltag integriert. Die Schüler und Schülerinnen werden in durchmischten Altersgruppen gefördert, in einer eigenverantwortlichen Lernkultur, die in der lokalen Tradition verwurzelt ist, den Schülern aber auch den Bezug zur Moderne schafft, ihnen Perspektiven und Zukunftschancen in ihrer Heimat, aber auch die Öffnung zur Welt ermöglicht. Die Schüler werden angeregt selbstständig, vernetzend und kreativ zu handeln. Die Erziehung an der école vivante ist ganzheitlich und hilft Schülern, Eltern und Lehrern gleichermaßen, sich zu kritisch denkenden, mündigen, vor allem aber zu sinnvoll tätigen Bürgern der Gemeinschaft  zu entwickeln.

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Die Sekundarstufe, das collège vivant’e – die nächsten konkreten Schritte

Nun ist es soweit, die école vivante entwickelt sich weiter und realisiert aktuell den Ausbau der Sekundarstufe, in welcher ab Sommer 2016 die jetzigen Schülern ihre Schullaufbahn fortsetzen können.

Neben der Grundschule entsteht momentan ein neuer Bau. In traditioneller Stein- und Lehmbauweise mit modernen Elementen entstehen hier Werkstätten und Klassenräume für ein innovatives duales Lehrsystem.
Die Jugendlichen werden hier die Möglichkeit erhalten, sich den Stoff der Sekundarstufe sowohl auf intellektuelle Art, wie auch praktisch und manuell zu erarbeiten und unter Begleitung der Lehrer, Meister und weiterer Fachpersonen Wissen tiefgreifend anzueignen.
Der in der Grundschule begonnene Weg des autonomen und selbstverantwortlichen Lernens wird weitergeführt und die eigene Persönlichkeit soll Chance zum Erblühen bekommen, damit sich die Jugendlichen mit Sinn und Erfüllung zu den Menschen entwickeln, die sie im Grunde ihres Wesens sind.

Das collège vivant’e wird im Erdgeschoss gut ausgestattete Werkstätten beherbergen, in welchen technische und handwerkliche Fertigkeiten erlernt werden können und ein erster Einblick in verschiedene Berufsfelder stattfindet.
Diese Atelierräume werden in einer weiteren Phase auch als öffentliches Jugendzentrum, für Erwachsenenbildung, für Vorträge und weitere Veranstaltungen genutzt werden.

Im Obergeschoss werden die Schulungs- und Klassenräume sein.
Jeder Schüler soll sich hier individuell und in geschäftig-konzentrierter Atmosphäre,  in einer Art Großraumbüro sein Wissen erarbeiten können. Die Lehrpersonen verstehen sich als Vermittler und Begleiter auf dem Lernweg des Einzelnen.

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Einzelarbeitsplätze, PC-Tische, eine gut sortierte Bibliothek, ein Foyer mit Teeküche und kleinere Räume für Gruppen- und Projektarbeit bieten zahlreiche Möglichkeiten.
Einzelne Zimmer werden zudem als Schulungsräume extern vermietet oder zur Erwachsenenbildung genutzt werden.

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Ausbau und weitere Entwicklungsziele des campus vivant’e

Parallel zum Bau der Sekundarstufe geht es kontinuierlich mit der Erschließung des Gesamtgeländes weiter. Als nächstes wird der Pausenhof, sowie der Sportplatz hergerichtet und bald auch mit dem Bau einer großen Mehrzweckhalle begonnen, damit die bisher im Freien angebotenen Karatekurse und weitere öffentliche Sportangebote bei jedem Wetter stattfinden können. Bisher gibt es kein vergleichbares Angebot in der gesamten Region und der Bedarf an einem solchen Ort, wo bei jeder Witterung Freizeitangebote und öffentliche Versammlungen stattfinden können ist hoch.

Auch die Realisierung der zweiten Sekundarstufe ist in Planung, welche dann im Sommer 2019 starten soll und in welcher die Schüler dann in der gymnasialen Oberstufe nach weiteren drei Jahren ihre Schullaufbahn mit Abitur beenden oder mit einer fertigen Berufsausbildung direkt ins Arbeitsleben starten können.

Das umliegende großzügige Hanggelände wird nach und nach als grüner Campus angelegt. Hier sollen sich auch Besucher, internationale Gäste und Mitarbeiter wohl fühlen, die dann in den projekteigenen Unterkünften, in kleinen Appartements und Bungalowhäusern auf dem Gelände wohnen können.

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Rechtliche und finanzielle Lage Herbst 2015

Die école vivante ist staatlich anerkannt, bekommt aber bisher keine staatliche finanzielle Unterstützung.
Die Eltern der Schüler leisten einen kleinen, ihnen möglichen Beitrag an die Schulkosten.
Eine freie Trägerschaft und Freundeskreise in der Schweiz und in Deutschland tragen bereits mit kontinuierlichen Spenden einen guten Anteil zur Deckung der laufenden Betriebskosten bei. Besucher vor Ort leisten ebenfalls einen kleinen Beitrag.
Ein beachtlicher Teil der Schulmaterialien wird durch Sachspenden gedeckt.
In Zukunft sollen auch vermehrt Produkte aus eigener Herstellung, die Vermietung von Räumlichkeiten und weitere angebotene Dienstleistungen zur Selbstfinanzierung beitragen.

Für die weitere Projektentwicklung müssen Spender im In- und Ausland gefunden werden, damit das ganzheitliche Bildungsprojekt campus vivant’e gesichert ist und dieser zukunftsweisende Ort, der zum Mitmachen einlädt, weiter wachsen kann.

Dieses Bildungszentrum bietet den marokkanischen Jugendlichen des Tals Zukunftsperspektiven, den hiesigen Bewohnern wichtige Arbeitsplätze, der Bevölkerung sinnvolle Freizeitgestaltungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten und internationalen Besuchern die Chance interkulturellen Austausch zu leben und zu erfahren. – Eine Investition in den campus vivant’e ist eine Investition in eine friedliche und menschliche Welt.

Unsere Spendenkonten finden Sie hier: http://www.ecolevivante.com/index.php?id=40&L=0

Vielen Dank für Ihren wichtigen Beitrag!

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