Intensivwochen Gebärdensprache


Vom 11. bis zum 21. Februar 2019 fanden auf dem Campus Vivant’e Intensivwochen zum Thema Gebärdensprache statt. Angeleitet wurden diese von unserer tauben Mitarbeiterin Sarah Chabakij und Vanessa Schügerl, die bereits letztes Jahr als Volonteer bei uns tätig war. Ziel war es, auch ausserhalb des wöchentlichen Gebärdensprachunterrichts Inhalte zur Gehörlosenkultur und zur Kommunikation in marokkanischer Gebärdensprache, in Form von Projektarbeiten zu vertiefen.

Im Kindergarten wurden schon mit den jüngsten Schülern Bücher in Gebärdensprache vorgelesen und sich darüber ausgetauscht. So können die Schüler gleichzeitig ihnen bereits bekannte Geschichten in Gebärdensprache entdecken und nebenbei die ersten Vokabeln lernen.

In der ersten und zweiten Klasse der Grundschule wurde neben gebärdeten Geschichten auch das Fingeralphabet spielerisch geübt. Alle Schüler waren sehr stolz, als sie am Ende der Projektwochen ihren eigenen Namen im Fingeralphaet nicht nur buchstabieren konnten sondern auch selbstgestaltete Namensschilder damit gebastelt haben.

In der dritten und vierten Klasse wurde das Thema Jahreszeiten in Gebärdensprache erarbeitet. In Gruppenarbeiten aus gemischt hörenden und gehörlosen Schülern sollten dazu kleine Präsentationen vorbereitet werden, die dann ebenfalls in Gebärdensprache vorgestellt wurden. Der Spass kam mit kleinen Theaterübungen und- aufführungen nicht zu kurz.

In der fünften und sechsten Klasse wurden ebenfalls die Jahreszeiten behandelt aber zudem noch der integrative Umgang von Gehörlosen und Hörenden untereinander geübt. In den Einheiten direkt zur marokkanischen Gebärdensprache wurde spielerisch gelernt, wie man Personen in Gebärdensprache beschreiben kann, wobei alle ebenfalls sehr viel Spass hatten.

Der Schwerpunkt der Projekttage im Collège war es, fachliche Inhalte mit der Gebärdensprache zu verknüpfen. Hier konzentrierten sich die Spiele und Übungen darauf, die Gebärdennamen der wichtigsten Städte in Marokko zu lernen und dabei gleichzeitig wichtige demographische Daten dazu zu sammeln, wie z.B. Einwohnerzahl, Höhe über dem Meeresspiegel, Bürgermeister usw. Das Wissen wurde am Ende des Projektes in einem Quizz wiederholt und abgefragt.

Obwohl vor Beginn der Projekttage sich nicht alle etwas unter der Vertiefung von Gebärdensprache vorstellen konnten, waren doch alle Schüler sehr schnell von den unterschiedlichen Übungen und Spielen begeistert. Wir werden dieses Projektformat auf jeden Fall gerne weiter durchführen, da die Gebärdensprache somit auch aktiv an die Altersgruppen angepasst in den Schulalltag und Fachunterricht integriert wird.

 

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